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HNO - Vechta

Sofortmaßnahmen


Sofortmaßnahmen bei HNO - Beschwerden

Nasenbluten

Als Sofortmaßnahme sollte immer der Oberkörper zur Druckentlastung aufgerichtet werden. Der Kopf sollte nach vorn geneigt sein, damit das Blut vorn aus der Nase abfließen kann. Durch eine Kompression der Nasenflügel auf die Scheidewand fest und für 5 Minuten / nach Uhr! können die allermeisten Blutungen erst einmal zum Stillstand gebracht werden. Auch kann eine einfache Tamponade aus einem gedrehten Papiertaschentuch in das Nasenloch eingebracht und dort 10 Minuten belassen werden.

 

Ohrenschmerzen

Hier ist als Erstmaßnahme die Gabe eines Schmerzmittels zu nennen. Nasentropfen sind bei dem häufig gleichzeitig bestehenden Schnupfen sinnvoll.

Wärmeanwendungen in Form von Zwiebelsäckchen, Roggenkissen, Wärmeflasche oder Rotlicht lindern gleichfalls die Beschwerden. Der Arzt muss dann entscheiden welche Ohrerkrankung vorliegt und wie sie zusätzlich zu behandeln ist.

 

Halsschmerzen

Einfache Halsschmerzen sollten mit einfachen Hausmitteln behandelt werden. Salbei- Tee und Salbeibonbons oder Emser Salz Lutschtabletten bringen bei trockenen Halsentzündungen Linderung. Inhalationen mit Kochsalzlösung ( 1 gestrichener Teelöffel Kochsalz auf einen Liter Wasser) in einem Topf erwärmt und als Dampfbad inhaliert lindern gleichfalls die Halsbeschwerden. Feuchtwarme Halswickeln mit Öl werden gleichfalls als angenehm empfunden.

 

Heiserkeit

Meist handelt es sich um einen Virusinfekt im Rahmen einer Erkältungskrankheit. Dann ist eine Schwitzkur mit Lindenblütentee, Glühwein, Grog, mit und ohne zusätzliches Aspirin® angezeigt. Linderung bringt auch eine feucht-warme Halswickel mit Öl. Die wichtigste Maßnahme ist die Stimmschonung, um das erkrankte Organ ruhig zu stellen.

Dauert eine Heiserkeit länger als 10-14 Tage ist eine Stimmbanduntersuchung durch den HNO-Arzt zwingend erforderlich.

 

Schnupfen

Die akute Nasenschleimhautentzündung ist eine Viruserkrankung. Durch eine lokale Abwehrschwäche können sich die Viren in den Zellen der Nase und des Nasenrachens vermehren und die schützende Schleimhaut zerstören.
Es beginnt mit Kribbeln in der Nase und Niesen. Danach folgt ein Verschwellen der Nase und eine wässrige Sekretion. Nach wenigen Tagen wandelt sich die Sekretion in eine schleimige, deutlich zähere um. Nach einigen weiteren Tagen lassen Sekretion und Verschwellung nach, und es bleibt bis zur Normalisierung noch ein Trockenheitsgefühl. Eine ursächliche Behandlung gegen die Viren ist nicht bekannt. Man kann den Schnupfen nur symptomatisch behandeln.
Abschwellende Nasentropfen lindern die Atmungsbehinderung. Diese sollten wegen einer Gewöhnung der Schleimhaut nicht länger als 10 Tage verwendet werden. Als Angenehm werden Dampfinhalationen einer Kochsalzlösung (s. Halsschmerzen) empfunden. Zur Prophylaxe eignen sich abhärtende Maßnahmen wie Wechselduschen, Kneippsche Anwendungen, Sauna und Sport (nicht in der akuten Phase der Erkrankung).

 

Nebenhöhlenentzündungen

Hier besteht zusätzlich zum Schnupfen mit verschwollener Nase und trübem Nasensekret ein Druck im Bereich des Oberkiefers, der Augenhöhlen und der Stirn.
Nasentropfen sollen die Nase abschwellen, damit das entzündliche Sekret abfließen kann. Ein entzündungshemmendes und abschwellendes Schmerzmittel (z.B.: Diclofenac, Paracetamol, Aspirin®) kann erhebliche Beschwerdelinderung bringen. Der Arzt muss entscheiden ob ein Antibiotikum notwendig ist. Dampfinhalationen mit einer Kochsalzlösung (s. Halsschmerzen) feuchten die Nasenschleimhaut an.